Die TBO nutzen schon seit einigen Jahren erfolgreich den MARWIS im Winterdienst. Bild: TBO

Der Kampf gegen Straßenglätte – mit oder ohne Schnee

Der Winterdienst in einer Großen Kreisstadt ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Als Technische Betriebe Offenburg (TBO) sorgen wir für Sicherheit auf 160 Kilometern Straßen, Rad- und Gehwegen. Auch wenn der Winter Anfang 2020 noch auf sich warten lässt, sind wir längst im Einsatz.  

Der ständige Wechsel unserer Wetterlage zeigt, dass die Anzahl der Kontrollfahrten nicht weniger werden. Gerade in unserer Region am südlichen Oberrhein ist Nebel für Verkehrsteilnehmer eine sehr hohe Gefahr. Meistens kommt er unerwartet und bildet bei längerer Kälte Reifglätte. 

Verlässliche Messdaten live von der Straße 

Unser Anspruch ist es, mit unseren rund 70 Mitarbeitern und unterschiedlichen Fahrzeugtypen sichere Straßenverhältnisse zu gewähren. Seit 2018 setzen wir auf allen unseren Fahrzeugen den MARWIS ein, also den mobilen Straßenwetter-Sensor von Lufft. Der MARWIS liefert direkt von der Straße die nötigen Daten, auf deren Grundlage wir den Einsatzplan festlegen. Sowohl Fahrer als auch Winterdienstleitung können in Echtzeit die aktuellen Straßenverhältnisse einsehen und innerhalb von Minuten bewerten, ob ein weiterer Einsatz notwendig ist oder wo der dringendste Handlungsbedarf besteht.  

Um die Lagebesprechung um 4 Uhr morgens so anschaulich wie möglich zu gestalten, haben wir ein Ampelsystem entwickelt. Springt es in einem Bezirk auf Rot, brechen unsere Mitarbeiter auf zum Volleinsatz. 

Verantwortungsvoller Umgang mit Streusalz 

Umweltschutz liegt uns sehr am Herzen. Daher lautet unser Grundsatz: So wenig Streusalz wie möglich, aber so viel wie nötig, denn die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hat absolute Priorität. Um diesen Grundsatz sicherzustellen, hilft uns die Auswertung über den MARWIS. Wir streuen nur dort, wo akute Glättegefahr besteht. So kommt es zum Beispiel vor, dass auf einer Hauptstraße im Stadtzentrum deutlich wärmere Temperaturen herrschen als draußen auf einer Dorfstraße. Dank der mobilen Messung können wir das nahezu in Echtzeit nachverfolgen und entsprechende Maßnahmen einleiten. 

Der Klimawandel und auch technische Umstellungen im Zuge der Digitalisierung werden uns mehr und mehr beschäftigen. Es wird also umso wichtiger, Wissen und Erfahrungen und zu teilen.  

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