Blau oder rot? CHM8k bei der ersten Erprobung in Berlin

Der neue Lufft CHM8k Wolkenhöhensensor ist da!

Seit 2011 ist der CHM 15k Wolkenhöhensensor Teil des Lufft Angebots – zunächst als Handelsware von Jenoptik. Seit 2014 ist er ein fester Bestandteil des Lufft Sortiments an optischen Sensoren – entwickelt in Berlin. Über die Jahre stellten wir allerdings fest, dass der Wolkenhöhensensor CHM 15k nicht allen Ansprüchen gerecht wird. Die Idee, eine „kleinere“ und zugleich günstigere Version zu entwickeln war geboren.

Mittlerweile ist die Entwicklungsarbeit abgeschlossen. Der CHM8k ist bereit den Markt zu erobern.

Er hat eine Reichweite von maximal 8 km, steht dem „großen Bruder“ aber hinsichtlich der Sensitivität in Nichts nach. Während der CHM 15k vor allem in anspruchsvollen, ganzheitlichen Troposphären-Studien von Meteorologen und Wissenschafltern Anwendung findet, ist die geringere Reichweite des CHM8ks für Flugverkehrs- sowie Luftqualitäts-Messungen völlig ausreichend. Hierzu zählen Überwachungen von Hubschrauber-Landeplätzen, Flughäfen sowie Feinstaubmessungen durch Umweltbehörden. Zudem kommt der niedrigere Preis des neuen Ceilometers gerade in denjenigen Einsatzgebieten zugute, bei denen Redundanz-Messungen erforderlich sind, wie z.B. im Flugverkehr. Außerdem lässt sich, dank des der niedrigeren Preises, ein dichteres Messnetzwerk realisieren, was z.B. die Beobachtung von Vulkanasche-Bewegungen ermöglicht. Des Weiteren ist der neue Wolkenhöhensensor interessant für den Betrieb von Windturbinen sowie Solaranlagen. Windkraft hängt nämlich mitunter von der Wolkenuntergrenze, also der Höhe des tiefsten Punktes einer Wolke, auch Wolkenbasis genannt, ab. Diese wird in Metern über dem Meeresspiegel ausgegeben. Grund hierfür ist der Fakt, dass unter einer Wolke stärkere Winde vorherrschen als an ihren Seiten. Für Solarenergie-Anlagen spielt die Beobachtung der Bewölkung (Wolkenbedeckungsgrad) eine wichtige Rolle.

Anwender der Lufft Ceilometer dürfen sich über viele Messparameter auf einmal freuen: Die Messgeräte basieren auf LIDAR-Messungen (light detection and ranging) und sind in der Lage auf fünf Meter genau die Wolkenbasis, Wolkeneindringtiefe (wie tief das Licht in die Wolke eindringt), bis zu neun Aerosol- sowie Wolkenschichten, Bewölkung gemäß WMO-Vorgabe, die vertikale Sichtweite sowie den Himmelszustandsindex, bestehend aus Nebel- und Niederschlagsinformationen, zu detektieren. Daneben ermitteln sie die Hilfsparameter Umgebungs- und Gerätetemperatur sowie Fensterverschmutzung, den Laser- und Empfängerstatus. Sie dienen der Selbstüberwachung und gestalten die Remote-Anwendung möglichst einfach. Der eingesetzte 1M-Laser ist augensicher und die zwei-achsige Konstruktion der Optik macht sie tolerant gegenüber Ereignissen, bei denen es zu einer starken Streuung von Licht kommen kann, wie z.b. bei Nebel, Regen oder tiefliegenden Stratus-Wolken.

Das doppelwandige Gehäuse und das smarte Heiz-System schützen die Linse vorm Beschlagen oder Zugefrieren, wodurch das Gerät für jede Klimazone und Umgebungstemperaturen zwischen -40 und +55 °C geeignet ist.

Die Lufft CHM geben die Daten im 5- bis 60-Sekunden-Takt aus – je nach Einstellung und Anforderung des Einsatzgebiets. Die Datenübertragung erfolgt im ASCII-Format mithilfe eines RS485-Anschlusses oder per LAN-Modul. Auf Wunsch ist auch eine DSL-Schnittstelle verfügbar.

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