Mobile und stationäre Glättemeldeanlagen machen den Winterdienst effizienter als je zuvor

Lückenlose Daten dank mobiler Wettersensorik

Rund 20 % aller Unfälle mit Schwerverletzten und Todesfällen auf den Straßen sind wetterbedingt. Das Wetter ist auch der Grund dafür, dass insgesamt über 30 Mrd. Stunden Fahrtzeit pro Jahr verloren gehen und Speditionen weltweit jährlich 2 – 3 Mrd. $ einbüßen. Doch wie lassen sich diese Gefahren und Einbußen reduzieren? Und wie gehen wir am besten mit Temperatur- und Niederschlags-Schwankungen auf unseren Verkehrsrouten um? Dies lässt sich mit lückenlosen Verkehrswetterdaten beantworten. Sie können hier zu erheblichen Verbesserungen hinsichtlich Sicherheit und Kosten beitragen.

Now- and Forecasting mithilfe von Glättemeldeanlagen

Für den richtigen Umgang mit gefährlichen Fahrbahn-Bedingungen ist zunächst wichtig, über die Gefahren Bescheid zu wissen. Hierfür sind weltweit Straßenwetterinformationssysteme (SWIS) – betrieben von Wetterdiensten, Straßenmeistereien und Baubetriebshöfen – im Einsatz. Festinstalliert an kritischen Punkten sind sie eine Referenz für bestimmte Streckenabschnitte und alarmieren Winterdienste bspw. über drohendes Blitzeis nahezu in Echtzeit. Die Daten fließen zudem in Vorhersagemodelle von Wetterdiensten ein.

SWIS setzen sich meist aus eingebauten oder non-invasiven Fahrbahnsonden, Sichtweitensensoren sowie Wettersensoren zur Erfassung von bspw. Niederschlag, Umgebungstemperaturen, relative Luftfeuchte und Luftdruck zusammen.

Jedoch ist die Anzahl an fixen Stationen pro Strecke begrenzt. Eine vollständige Abdeckung der kompletten Route eines jeden Winterdienstes mithilfe von stationären Anlagen ist schlicht und ergreifend utopisch. Momentan liegt die SWIS Dichte bei ca. einer Station alle acht bis 24 km – je nach Klimazone und Landschaft. Die Variabilität von Mikroklimata auf der Fahrbahn stellt die Verantwortlichen jedoch immer wieder vor Herausforderungen.

Mehr Strecke abdecken – mobile Sensorik macht’s möglich!

Als „Lückenfüller“ eignet sich mobile Sensorik, die seit 2014 keine Zukunftsmusik mehr ist: MARWIS, der mobile Sensor von Lufft, misst bis zu 100-mal pro Sekunde Fahrbahnbedingungen, Temperatur, Taupunkttemperaturen, Eisanteile, wetterbedingte Reibung und mehr – also im Wesentlichen die gleichen Werte wie stationäre Fahrbahnsonden. Die zugehörige Android– bzw. iOS-App ordnet den MARWIS-Datenpunkten GPS-Positionen zu. Die Messwerte werden dann per GPRS an eine Datenbank übertragen und in grafische Benutzeroberflächen der Leitzentrale eingespeist, wie beispielsweise ViewMondo, WeatherSentry Online® oder Tracemate®.

Vergleich: Straßenwartung mit und ohne mobiler Sensorik

Ohne die mobile Sensorik müssen sich Straßenmeisterei- oder Betriebshof-Mitarbeiter jeden winterlichen Morgen auf ihre Route begeben, um die Straßenverhältnisse manuell – z.B. mit der Schuhsohle oder nach Augenmaß – zu überprüfen. Der Mobilfunk ist in manchen betroffenen Streckenabschnitten unregelmäßig, so dass die Fahrer ihre Beobachtungen erst nach ihrer rund 30-minütigen Tour an die Zentrale weitergeben können. Diese schicken dann bei Bedarf wie z.b. drohendem Glatteis ein Streufahrzeug, das mit ca. 24 Tonne Streusalz oder Sole befüllt ist, auf die entsprechende Route.

Mit einem mobilen All-in-One-Sensor können Winterdienste nun alle erforderlichen Daten in Echtzeit direkt vom Streufahrzeug aus erfassen und schnell reagieren. Da der Sensor über ein Ausgabegerät wie z.B. ein Tablet oder die CloudGate-Box alle Wetterdaten an die Leitzentrale übertragen kann, haben Einsatzleiter die Feld-Daten zusätzlich im Blick und können sich mit den Fahrern abstimmen. Die Messwerte helfen dabei das Taumittel zu reduzieren, weil es sich punktgenauer streuen lässt. Somit konnte bei Feldversuchen bis zu 50% (ca. 12 Tonnen pro Einsatz) Streusalz eingespart werden.

Das Zusammenspiel von mobilen und stationären Wettersensoren

Fixe SWIS und mobile Sensoren spielen demnach beide wichtige Rollen für die Verkehrssicherheit. Stationäre Anlagen können durch zusätzliche Wettersensorik mehr Parameter abdecken als mobile, wie z.B. Sichtweite, Tiefentemperaturen oder Niederschläge. Mobile Sensoren sorgen für zusätzliche lückenlose Daten über die Fahrbahnoberfläche. Beide Optionen ergänzen sich somit perfekt.

Städte, Kommunen, Straßenmeistereien und Flughäfen können dank der hochmodernen Umweltmesstechnologie die Fahrbahnen nun noch sicherer machen, Touren automatisch protokollieren, Kosten einsparen und, durch den effizienteren Einsatz von Streumittel, die Umwelt schonen. Die Anschaffung eines mobilen Sensors wie des MARWIS rentiert sich schon nach kürzester Zeit: Schon nach einer Woche konnten unsere Flughafen-Kunden die Anschaffungkosten amortisieren. Bei Baubetriebshöfen ist es sogar möglich, dass sich der Sensor schon bei der ersten Anwendung auszahlt!

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