Lufft-Wetterexperte zu Besuch in Fellbach

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Photo-Credit: Alexander Burg

Am 19.10.2012 wurde ich mit dem Titel „Lufft Wetterexperte 2012“ ausgezeichnet. Bis heute bin ich immer noch begeistert, wie entgegenkommend und hilfsbereit sich meine Beziehung als Lufft Wetterexperte zur Firma LUFFT gestaltet. Aus dem ausgelobten Wettbewerbspreis, einer WS501-UMB, wurde auf meinen Wunsch hin kurzerhand eine World Meteorological Organization (WMO) konforme Zusammenstellung durch die Sensoren WS301-UMB und WS200-UMB ermöglicht. Aus diesem Grund möchte ich hier meine Erfahrungen mit der Lufftsensorik, die Entstehungsgeschichte der MeteoGroup Wetterstation Friedrichweiler und meine Eindrücken anlässlich meines Besuches der Firma LUFFT schildern.

Jeder der vom Wettervirus infiziert ist, träumt von einer eigenen, professionellen Wetterstation, um mit dieser die Wetterdaten seines Wohnortes zu erfassen. Ich konnte durch den Gewinn des Wettbewerbes geheilt werden, musste aber feststellen, dass bis zur vollständigen Genesung ein langer Weg der Vorbereitungen und Entscheidungen vor mir lag. Als Grundstückseigentümer hatte ich zwar Platz für die Sensoren, musste aber akzeptieren, dass die kostengünstigste Variante, wegen zu langer Kabelwege, technisch nicht umzusetzen war. Zum Glück konnte Plan B (die Station komplett auf meinem Wiesengelände zu errichten) mit Hilfe von ortsansässigen Firmen und Unterstützern so umgesetzt werden, dass die Kosten für mich überschaubar blieben. Zum sehr arbeitsintensiven Plan B gehörten folgende Punkte:

  • Ein 11 Meter hoher Mast für den Windsensor WS200-UMB musste besorgt werden. Nach langer Suche eines Lieferanten kam der entscheidende Tipp durch die Firma Meteomedia. Ein sehr stabiler Kurbelkippmast mit Sailing-Abspannung zu einem unschlagbaren Preis-/Leistungsverhältnis. An diesem Mast ist in 2 Meter Höhe eine Traverse für die Anbringung der WS301-UMB vorgesehen.
  • Es mussten 50 Meter Stromkabel zum Stationsstandort verlegt werden.
  • Ein Fundament für den Mast und den Regensensor musste gegossen werden.
  • Eine Baugenehmigung musste her, da der Mast höher als 10 Meter ist.

Am 27.05.2013 war es dann soweit. Die Wetterstation Friedrichweiler wurde in Betrieb genommen! Anwesend an diesem Tag war der Techniker Dusko Voskar von der Firma LUFFT, der die Sensoren montierte und im Lufft Schaltkasten mit dem Metrilog Datenlogger zusammenführte.Somit konnten die Messwerte per Mobilfunk an Meteomedia übermittelt werden. Gery Keller von Meteomedia (jetzt MeteoGroup) reiste aus der Schweiz an, um die Installation vor Ort zu begleiten. Außerdem durften natürlich nicht meine Unterstützer Herr Siegmar Ahr und Herr Vito Romano sowie mein „Handwerker“ Herr Dieter Kiefer fehlen. Ich bin bis heute sehr zufrieden mit meiner Wetterstation, denn die Lufft Sensoren haben bis jetzt weder Schwächen noch Ausfälle oder Beschädigungen gezeigt.

Durch die Vorstellung der Wetterstation Friedrichweiler im ARD-Wetterbericht „Wetter vor Acht“ durch Sven Plöger sowie Berichte in der Bild-Saarland-Ausgabe (Dank an Jürgen Jung) und der Saarbrücker Zeitung sowie die Einblendung der Werte der Wetterstation in den Laufbändern bei den ARD-Wetterberichten und Erwähnungen in den regionalen Radioprogrammen, ist die Bekanntheit der Wetterstation Friedrichweiler gestiegen. Immer häufgier werde ich deshalb auf die Wetterstation angesprochen und kann meine Geschichte als Lufft Wetterexperte erzählen.

Am 31.07.2014 dufte ich als amtierender Wetterexperte die Firma Lufft in Fellbach-Schmiden besuchen. Nach einem herzlichen Empfang durch Herrn Weil, Herrn Kreissig und Frau Wingert wurden mir bei einem Rundgang durch die Betriebsstätte sehr anschaulich und ausführlich alles das, was Lufft ausmacht, im wahrsten Sinne des Wortes vor Augen geführt. Angefangen bei der Tradition konnte ich einiges über die Firmengeschichte erfahren und durfte mir die historischen Geräte der Marke Lufft etwas näher betrachten. Dabei wurde klargestellt, das die Sensoren von Lufft, die Luftfeuchtigkeit heute nicht mehr mit blonden Haaren messen. Daraufhin ging es weiter in die Fertigung. So konnte ich bei verschiedenen Sensortypen die Montagelinien in Augenschein nehmen, lies mir zeigen, wie bei den Sensorplatinen z.B. die Luftfeuchtigkeit abgeglichen wird und wie im Windkanal die vorgegebene Windgeschwindigkeit und Windrichtung durch die fertigen Sensoren richtig erfasst werden musste. Es wurde mir auch gezeigt, wie die Straßensensoren auf ihre Produkteigenschaften getestet werden und welche Technik darin steckt. Ob Temperaturabgleich oder Luftdrucküberprüfung. Auch diese Geräte gab es zur Anschauung. Ich bekam wirklich einen anschaulichen Begriff von Qualität, Präzision und Innovation, was die Produktpalette der Lufftsensoren angeht.

Auch den neuen Produktbereich der optischen Sensoren durfte ich durchstreifen und es wurde auch kein Geheimnis daraus gemacht, in welchen anderen Geräten Luffttechnik steckt. Was für die Zukunft geplant ist, hat mich auch beeindruckt und trägt dem Kundenwunsch nach noch kompakteren und präziseren Wetterstationen Rechnung.

Der Besuch von LUFFT war für mich eine tolle Sache, mit vielen bleibenden Eindrücken.

Vielen Dank dem LUFFT-Team!

Burg Portrait Informationen zum Autor:
Mein Name ist Alexander Burg und ich bin seit 2012 Lufft-Wetterexperte. Da mich Wetterereignisse schon lange interessieren, habe ich mir dies zum Hobby gemacht. Mit den Wettersensoren von Lufft wurde mir daher ein lang gehegter Wunsch erfüllt. Unter www.wetterstation-friedrichweiler.de und auf Facebook gibt es weitere Informationen zu meiner – in dieser Form einmaligen – Wetterstation von Lufft im Messnetz der MeteoGroup.
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