Luffts Wettermatrix – so vielfältig wie unsere Wetteranwendungen

2013-08_AWS_WS-Wetterstation_modularer-Aufbau

 Ausschnitt der Lufft Wettermatrix mit den WS-Sensoren

 „Wie schnell können Sie liefern?“ war die erste für uns völlig überraschende Frage einer größeren Besucherdelegation aus Russlands Hauptstadt, die den größten Fernsehturm der Erde betreut (Ostankino).

Architektonisch entstand dieser Fernsehturm nach Grundlagen unseres Stuttgarter Fernsehturms, allerdings dreißig Jahre nach dem Bau des 200m hohen einzigen Towers in unserer Landeshauptstadt. Übrigens glaubten die Stuttgarter Bürger in den 50er Jahren, dass der Turm spätestens nach 3 Jahren umfällt.

Unser Windsensor Ventus-UMB hat in einem Vergleichstest in Moskau auf einer Höhe von 503 m über der Stadt auf einem Ausleger des dortigen Fernsehturms als einziger alle widrigen Bedingungen überlebt und tapfer Messwerte geliefert. Die Rahmenbedingungen sind eisige Kälte, viel Schnee und im Winter häufig dichte Wolken in dieser Höhe, in denen die Kondensation zu ständiger Vereisungsgefahr an den empfindlichen Messköpfen der Ultraschall-Windsensoren führt.

Unsere Entwicklung hatte den robustesten Sensor aller Teilnehmer ins Rennen geschickt. Dies als erklärende Vorgeschichte zu der eingangs beschriebenen Frage. Dass die russische Delegation dann eine ganze Woche bei uns blieb und ausführlich die Erneuerung der Messtechnik besprach, auch wie die bereits dort qualifizierte russische Software weiterhin genutzt werden kann, spricht für die Gründlichkeit und Sorgfalt bei der Festlegung einer neuen technischen Lösung. Schließlich soll diese neue Messtechnik dann auch an allen anderen 50 Fernsehtürmen und den noch zu bauenden weiteren 50 Fernsehtürmen eingesetzt werden. Damit helfen wir etwas mit, dass in dem flächengrößten Land der Erde auch im kleinsten sibirischen Dorf zuverlässig die Fernsehsender empfangen werden können.

Gleich anschließend empfingen wir Betreiber der norditalienischen Autobahnen, die seit einigen Jahren entlang Ihrer Strecken hauptsächlich Wettersensorik von uns einsetzen. In einer kurzen Diskussionspause entschlossen wir uns zu einem raschen Besuch des Mercedes-Benz-Museums.

Obwohl ich mit Besuchern schon häufig dort war, gibt es jedes Mal Neues zu entdecken. Hängen geblieben bin ich an einem Schaubild aus den 50er Jahren mit dem Untertitel „Vielfalt“. Gezeigt werden dort die vielen Varianten und Innenausstattungen, unter denen die Nachkriegskunden von Mercedes bereits zu dieser Zeit wählen konnten. In dieser Zeit entstanden wunderschöne Modelle (Stichwort „Flügeltürer“), die den Aufbruch der Zeit im Design der Autos abbildeten.

Dr. Martin Winterkorn hat bei Volkswagen mit seinen 12 Marken eine klare Zielsetzung: für jeden Kunden in allen Ländern das jeweils richtige Auto. Kein uniformes Weltauto (wie der Mondeo, der völlig gefloppt ist), sondern Vielfalt in einem modularen Konzept mit einer möglichst einheitlichen Plattformstrategie.

Fragmentierung oder Vielfalt, das ist kein Kennzeichen unserer Zeit, das gab es schon immer. Dass jeder Kunde besondere Vorstellungen hat oder seine Anwendung optimal unterstützt haben möchte, daran ist nichts verkehrt. Zu viele technisch orientierte Hersteller versuchen allerdings, den Kunden davon überzeugen zu wollen, dass er doch „zum Standard“ greift. Hoffentlich keine weitere „Variante“!

Ein meteorologischer Kunde hat völlig andere Anforderungen an seine Wettersensorik als ein Betreiber von Hochgeschwindigkeitszügen in China. Windturbinen in der Offshore-Anwendung benötigen Wettersensorik, die wartungsfrei und zuverlässig Messwerte liefert. Und auf einer Boje müssen die Schutzarten von Sensoren extrem hoch sein, um Langlebigkeit zu erzielen. Zu warm, zu kalt, zu feucht, zu trocken – Was gilt bei Anwendungen wie Agrarwetter, Hydrologie, Extremwetter, Verkehrswetter, Solaranlagen-Steuerung, Gebäudeautomation (green buildings)? Genauigkeit oder Robustheit? Beides? Oder sogar höchste Genauigkeit? Oder extreme Langzeitstabilität? Keine beweglichen Teile mehr? Kalibrierbarkeit? Wir suchen Antworten auf genau diese Fragen. Und wir haben noch längst nicht alle gefunden. Wenn Sie also glauben, uns dabei helfen zu können, kommen Sie und bewerben Sie sich bei uns. Es ist noch längst nicht alles erfunden und es gibt ihn leider (noch) nicht, den perfekten Sensor.

WSx_Sensorenuebersicht_

Die Lufft Wettermatrix mit dem modularen Aufbau der WS-Wetterstationen im Detail

Strahlung, Wind, Temperatur, Feuchte, Niederschlag, Luftdruck, Fahrbahnzustände, Bodenfeuchte, Bodentemperaturen, Sichtweite, Present Weather. An allen diesen Sensorherausforderungen arbeiten wir simultan und das Ergebnis ist eine immer breitere und höhere Wettermatrix mit immer größerer Variantenvielfalt durch unterschiedliche Genauigkeiten und der Robustheit.

Und wie entsteht diese Matrix in der Produktstrategie?

Kunden zuhören und nachdenken – Und anstatt Umsatzziele festlegen, lieber Produktziele definieren… und dann anfangen. Der Umsatz kommt dann automatisch.

Letzte Woche hat sich einer unserer Mitbewerber in Kanada bei einem unserer Kunden beschwert, dass dieser unsere Technik ausschreibt. Bis heute haben wir nie Kunden empfohlen, unsere Technik auszuschreiben. Wir empfehlen unseren Kunden, für Ihre Anwendung die beste Umweltsensorik einzusetzen. Sofern wir der Überzeugung sind, dass wir nicht die beste Lösung haben, empfehlen wir häufig ein Produkt anderer Hersteller.
Hier lesen Sie, wie unser Kunde auf die Beschwerde des Wettbewerbers reagierte!

Lieber Mitbewerb, nicht beleidigt sein, wenn Lufft-Sensorik ausgeschrieben wird. Arbeiten Sie ebenso intensiv wie wir an den oben beschriebenen Herausforderungen. Der Beste wird gewinnen.

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