Vorsicht Glatteis!

Draußen ist es kalt und die Straßen sind glatt. Höchste Zeit, die Winterreifen aufzuziehen. Doch was unterscheidet eigentlich Sommer- und Winterreifen und gibt es noch bessere Methoden sich vor Unfällen auf Glatteis zu schützen?

Grundsätzlich lässt sich sagen: Sommerreifen sind nicht für niedrige Temperaturen, Schnee und Glatteis geeignet. Sie sind ganz auf den Sommer eingestellt. Im Sommer fahren wir meist bei hohen Temperaturen auf trockenen Straßen. Dafür sind Sommerreifen bestens geeignet. Ihr weiches und flexibles Gummi dringt in die Oberflächenstruktur des Asphalts ein und sorgt für besten Halt. Sinken die Temperaturen ab, geschieht genau das Gegenteil. Da die Gummimischung der Sommerreifen sehr kälteempfindlich ist, verhärtet sie und verhindert, dass der Reifen sich mit der Straße verbindet. Dadurch verliert das Auto die Haftung zur Straße und kommt ins Rutschen.

Die Gummimischung von Winterreifen ist so zusammengestellt, dass sie auch bei niedrigen Temperaturen weich und flexibel bleiben. Doch neben der Gummimischung ist auch das Profil von großer Bedeutung. Sommerreifen haben ein grobes Profil. Winterreifen hingegen ein feines, mit sogenannten Lamellen. Das sind feine zickzackförmige Einschnitte in den Profilblöcken. Dadurch verzahnen sie sich mit dem Schnee und bieten guten Halt. Das schafft Sicherheit im Winter. Warum aber nicht mit Winterreifen auch im Sommer fahren? Dann passiert genau das Gegenteil. Das Gummi verändert seine Struktur so, dass es keinen optimalen Halt auf der Straße bietet. Bleiben noch die Ganzjahresreifen. Doch Experten warnen, dies sei ein fauler Kompromiss. Tests haben ergeben, dass man mit diesen Reifen sowohl im Sommer als auch im Winter später zum Stehen kommt. Der Bremsweg verlängert sich um ein Vielfaches.

Ideal ist es deshalb von Oktober bis Ostern mit Winterreifen zu fahren. Noch besser ist es allerdings, wenn die Straße den Fahrer rechtzeitig über Glätte informiert und es gar nicht erst zum Bremsmanöver kommt. Möglich wird dies durch Straßensensoren von Lufft. Zum Beispiel durch den berührungslosen Sensor NIRS31-UMB oder den intelligenten Straßensensor IRS31-UMB. Letzterer wird bündig in die Straße eingebaut. Das zweiteilige Gehäusekonzept erlaubt es jederzeit die kombinierte Einheit von Sensoren und Elektronik für Wartungsarbeiten bzw. Kalibrierungen in wenigen Minuten auszutauschen. Folgende Messgrößen werden dabei erfasst: Fahrbahnoberflächentemperatur, Wasserfilmhöhe, Gefriertemperatur sowie der Fahrbahnzustand (trocken, feucht, nass, Eis bzw. Schnee, Restsalz und überfrierende Nässe). Die Sensoren können vernetzt werden und die Messdaten stehen digital zur Weiterverarbeitung zur Verfügung. So können Autofahrer bereits vorzeitig über Glatteis oder Aquaplaning informiert werden. In Kombination mit den richtigen Reifen ist dies das Höchstmaß an Sicherheit.

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